Das Leben im Club2018-04-18T14:31:14+00:00

Der Vorstand

Der Vorstand eines Rotary Clubs besteht aus einem Präsidenten und seinem Vertreter, dann dem Schatzmeister, dem Clubmeister, der die Organisation der Meetings gewährleistet, und den beiden Sekretären. Der 1. Sekretär ist in Völklingen verantwortlich für die Vorstandsprotokolle und die Halbjahresberichte, der 2. Sekretär für die Protokolle der Meetings. Alle Ämter wechseln zu Beginn des rotarischen Jahres am 1. Juli; lediglich das Amt des Schatzmeisters ist in Völklingen häufig über mehrere Jahre durch dieselbe Person versehen worden. Dieses System hat sich bewährt.

Gründungspräsident Wilhelm Huken

Gründungspräsident Wilhelm Huken.

Vizepräsident Heinrich Schüssler leitete den Club nach Hukens Rücktritt.

Vizepräsident Heinrich Schüssler leitete den Club nach Hukens Rücktritt.

Die Vorstandsprotokolle sind bis auf das Jahr 1996/97 vollständig überliefert; im Schnitt haben sechs Vorstandssitzungen pro Jahr stattgefunden. Die Vorstandsprotokolle spiegeln die gesamte Arbeit im Club wider. Auch die Projekte des Gemeindienstes, wiewohl gesteuert vom Vorstand des Gemeinnützigen Vereins, bedürfen der Zustimmung des Vorstandes. Der Vorstand trägt zudem nach Empfehlung des Mitgliedschaftsausschusses die Verantwortung für die Neuaufnahmen, die er den Mitgliedern zur Zustimmung vorlegt.

Bei gelegentlich vorkommenden menschlichen Unzulänglichkeiten war die Arbeit im Vorstand in den vierzig Jahren – stets getragen vom Gedanken der rotarischen Freundschaft – sehr eff ektiv. Eine schwere Krise erlebte der Völklinger Club aber ein halbes Jahr nach seiner Gründung: Zum Präsidenten von Rotary International war ein Österreicher nominiert worden, dem eine NS-Vergangenheit nachgesagt oder nachgewiesen wurde. Zahlreiche außerdeutsche Clubs – insbesondere die Norweger – kündigten an, die Wahl zu boykottieren, was im Governorbrief im April 1976 kritisiert wurde. Präsident [Wilhelm] Huken hatte nach Verlesen dieses Briefes dieses mit den Rotary-Prinzipien nicht in Übereinstimmung stehende Verhalten aufs Schärfste kritisiert und für sich als persönliche Konsequenz die sofortige Niederlegung seines Präsidentenamtes daraus gezogen. Der Club war erschrocken, dankte aber dennoch mit einem Schreiben vom 5. Mai 1976 Wilhelm Huken für die geleistete Arbeit. Vizepräsident Heinrich Schüssler, seit 1974 Bürgermeister der Mittelstadt Völklingen, übernahm satzungsgemäß die Leitung des Clubs. Unterstützung erhielt der Club durch Hans Belzer vom RC Saarbrücken. Auf so einen Zwischenfall war der noch junge Club nicht vorbereitet.

Später, am 31. März 1982, nahm Präsident Hans Baldauf Bezug auf die Ereignisse des Gründungsjahres, als er die Insignien eines Paul Harris Fellow für den verstorbenen Freund Hans Belzer (früher RC Saarbrücken) an dessen Ehefrau überreichte: In einer sehr kritischen Phase, bei dem von allen Freunden bedauerten Rücktritt und Austritt unseres ersten Präsidenten, war es […] das Verdienst von Freund Belzer, daß der Club diese Krise ohne Schaden überstand. Später hat Hans Belzer gegenüber Freunden bedauert, daß er nicht Gründungsmitglied unseres Clubs geworden ist.

Präsident Heinz Steinlein, Ehrenbürger der Stadt Völklingen

Präsident Heinz Steinlein, Ehrenbürger der Stadt Völklingen.

Die Erkrankung eines Präsidenten, die berufliche Umorientierung, ja sogar den Tod eines Präsidenten in seinem Amtsjahr vermochte der jeweilige Clubvorstand – getragen vom Vertrauen der Freunde – relativ problemlos zu meistern. Einen besonderen Moment aber erlebte der Völklinger Club, als Past President Gerd Gross zum Govenor gewählt wurde und im März 1992 auf dem International Assembly mit seiner Frau Brigitte dem RI-Weltpräsidenten Rayendra Sabooh in Kansas City begegnete. Nach der Wahl von Freund Gross zum Governor 1992-93 im 1860. Distrikt haben sich die Freunde Ackermann und Plankar bereiterklärt, die Funktionen des Distriktsekretärs bzw. des Distriktschatzmeisters zu übernehmen. Der RC Völklingen wird die Arbeit dieser 3 Freunde bestmöglich unterstützen. Am 30. September 1992 war dann Gerd Gross im eigenen Club zu Gast, aber nun mit dem neuen Hut des Govenors im Distrikt 1860.

Und ein weiterer Festtag der Club- und Vorstandsgeschichte war der 26. Januar 2001, als im Rahmen einer Feierstunde dem Gründungsmitglied Past President Heinz Steinlein im Großen Saal des Neuen Rathauses in Völklingen die Ehrenbürgerwürde der Stadt verliehen wurde.

Die Meetings

Der Club pflegte anfangs einen Wechsel von Abend- und Mittagsmeetings, wobei letztere nur durchzuhalten waren, weil zahlreiche Freunde in Völklingen arbeiteten und sich dann alle vierzehn Tage zum Mittagessen im Clublokal trafen. In diesen wöchentlichen Meetings war und ist es rotarische Sitte, Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen zu hören. Meist sind die Mitglieder des Clubs am Werk mit Beiträgen aus ihrem Berufsleben, aber auch aus ihren Interessengebieten, Ehrenämtern und Hobbys. Wie viele Vorträge im Monat gehalten werden, wird bis in diese Tage alle Jahre mindestens einmal diskutiert. Da lässt die Botschaft erstaunen, dass die Gründungsväter notierten, dass sie durchschnittlich nur etwa 1 Vortrag pro Monat […] im Vergleich zur Vortragsdichte anderer Clubs für angemessen hielten.

Präsident Hermann-Günther Vey

Präsident Hermann-Günther Vey

Im Laufe der Zeit sollte dies dann doch ganz anders werden. Die Vorträge gehörten zum festen Bestandteil des Clublebens. Nahezu zyklisch wuchs der Widerstand dagegen und verebbte wieder. Und doch gab es Befürchtungen, dass man sich gar nicht mehr kennenlernen könnte, weil die Zahl der Vorträge so überhandgenommen hatte. So hieß es 1993 – exemplarisch für die endlose Diskussion: Durch vermehrte Plaudermeetings wurde den Gesprächen unter Freunden mehr Raum gegeben, wozu auch eine Schiffsfahrt mit Familien und ein interner Kaminabend dienten. Und um auch dem Präsidenten das nötige Gehör zu verschaffen, wurde am 15. November 1989 auf Vermittlung von Helmut Hütten aus der Kristallerie Wadgassen eine Sitzungsglocke mit dem rotarischen Wheel angeschafft.

Die Wochenberichte des Clubs sind fast vollständig erhalten. Sie dokumentieren nicht nur die Anwesenheit, sondern auch die Themen der Abende. Gelegentlich waren aber Vorträge so ungewöhnlich, dass sie sogar Erwähnung im Jahresbericht fanden, so etwa 1979: Obwohl alle Vorträge im Jahre 1978/79 sehr gut waren, so ragt doch derjenige von Freund [Hermann-Günther] Vey‚ Wilhelm-Heinrich – Fürst von Nassau-Usingen, Graf von Saarbrücken, Ottweiler und Saarwerden, eine bedeutende Herrschergestalt der saarländischen Geschichte, heraus. Einige Vorträge wurden auf Wunsch der Mitglieder mit dem Protokoll verschickt und haben sich dadurch erhalten.

Es gab aber auch immer wieder ungewöhnliche Gäste: So besuchte der gebürtige Püttlinger Bergmannssohn und Ehrenbürger Dr. Josef Clemens Kardinal Maurer CSsR, Erzbischof von Sucre und Ehrenmitglied des Rotary Clubs Sucre, am 3. Juni 1981 den Völklinger Club, um einen Vortrag über seine Arbeit in Bolivien zu halten. Die an den Kardinal gerichteten Fragen über Bolivien, über das Verhältnis Kirche und Staat, über seine Bevölkerung, beantwortet der Kardinal sehr eingehend. Alle Anwesenden sind von der frischen und launigen Erzählung des über 80-jährigen Kardinals beeindruckt. Keine Frage bleibt unbeantwortet. […] Auf besonderen Wunsch berichtet der Kardinal auch über die Papstwahlen und die zwei Konklaven, an denen er teilgenommen hat.

Zu den Besonderheiten in den Meetings zählen immer wieder Themenabende, die oft musikalisch umrahmt wurden. Zu diesem Zwecke gründete Wolfgang Uebe am 29. Oktober 1986 einen eigenen Chor im Club; er griff aber immer auch auf seine Lehrer-Jazz-Band – vor allem bei den Preisverleihungen des Concours – und
auf ihm bekannte Ensembles und Solisten zurück. Eine solche Feierstunde fand am 19. Oktober 1988 unter der Überschrift „Schläft ein Lied in allen Dingen“ statt; sie ist die erste protokollierte Feier dieser Art und ehrte den Dichter Joseph Freiherr von Eichendorff anlässlich seines 200. Geburtstages am 10. März 1788. Die Rezitationen übernahmen Andreas Neutzling, Ute Rosenstock, Elmar und Rosel Schirra, Elfriede Waldenmaier sowie Anke Zimmermann. Die musikalischen Beiträge teilten sich Evi Hayo-Bächle (Sopran), Wolfgang Uebe (Clavinova und musikalische Leitung) und das rotarische Quartett mit Jochim Hagen, Willi Neutzling, Wolfgang Uebe und Harald Zimmermann. Neben den Texten von Eichendorff wurden die Schumann-Vertonungen seiner Lieder zur Aufführung gebracht.

Über Jahre pflegte der Club zusätzlich zu den Meetings Hausmusikabende im Haus Rosenstock, anfangs in Völklingen, später in Püttlingen. Am 4. Juni 1980 war Hans Georg Rosenstock in den Club aufgenommen worden. Der erste Abend51 ist am 12. November 1980 festgehalten. Ein eindrücklicher Bericht aus der Feder von Eberhard Krauss hat sich von der dritten Hausmusik am 26. November 1982 erhalten: Der Präsident [Rolf Oldewage] dankt Frau und Freund Rosenstock für die Einladung zum 3. Musikabend im Hause Rosenstock. Dieses Meeting gehöre mittlerweile zu den Fix- und Höhepunkten des Clubprogramms. […] Die Leistungen des Flötenquartetts der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Saarbrücken unter der (neuen) Leitung von Bernhard Stilz waren beeindruckend. Imke Suhlrie, am Klavier unaufdringlich von Antje Fleck begleitet, konnte ihren Sopran noch ausgeprägter und einfühlsamer darstellen als im letzten Jahr. Ihre Lieder waren die Glanzpunkte dieses Abends, der allen Beteiligten den idealen Einstieg in die Adventszeit bot.

Außerhalb der regulären Meetings zeigte sich der Club unternehmungsfreudig. Die enge Verbindung zum Steinkohlebergbau, die sich in der Zusammensetzung des Clubs manifestierte, führte bereits 1976 dazu, dass Karl Reinshagen eine erste Grubenfahrt in Luisenthal arrangierte. Fragen der Technik spielten in der weiteren Clubgeschichte immer wieder eine Rolle, entsprechend waren die Besuche in Industrieanlagen regelmäßige Programmpunkte.

Der Club hatte aber auch immer ein hohes kulturelles Interesse. Bereits am 29. September 1976 fand ein Ausflug in die (ehemalige) Stadt Berus dicht an der französischen Grenze statt. Es gab Ausflüge nach Metz und Reims. Klaus Loßnitzer machte sogar die Großregion zum persönlichen Thema seiner Präsidentschaft, als er in seiner Antrittsrede festhielt: Ich habe mir vorgenommen, den geographischen Raum Saar-Lor-Lux-Elsaß – ein Raum, in dem und mit dem wir leben – aus kultureller, politischer und wirtschaftlicher Sicht durch entsprechende Vorträge näher zu betrachten. Darüber hinaus möchte ich unbedingt unsere gefestigten Beziehungen zu unserem Kontaktclub La Bassée fördern, auch wenn mit meinem Präsidentenpartner aus La Bassée Freund, Pierre Waelens, die Verständigung auf der gemeinsamen Fremdsprache Englisch erfolgen wird. Sach- und fachkundige Führungen, etwa „Auf den Spuren Stengels“ mit dem Saarbrücker Denkmalpfleger und Stengelexperten Dipl. Ing. Dieter Heinz oder durch die spätgotische Köllerbacher Martinskirche mit Prof. h.c. Karl Ludwig Rug, bildeten eine weitere Facette dieses Clublebens ab. In diese Abteilung gehören dann auch die Besuche im Landtag.

Museumsbesuche und Theaterfahrten rundeten schließlich das kulturelle Angebot ab. Besonderen Schwerpunkt legte man auf die Organisation von Konzerten. Schon am 15. März 1978 organisierte der Club einen Hausmusikabend mit dem Madrigalchor Wadgassen unter der Leitung von Gerhard Richner im Alten Rathaus in Völklingen mit Musik von Dowland, Vulpius und Mozart. 1986 beteiligte sich der Völklinger Club an der Organisation eines Klavierkonzertes aller saarländischen Rotary Clubs an der Musikhochschule in Saarbrücken. Durch den Umstand, dass Heinz Steinlein von 1972 bis 2001 Pfarrer in Völklingen und von 1975 bis 1999 Dechant des Dekanats Völklingen war, fanden viele musikalische Aktivitäten in seiner Pfarrkirche St. Eligius statt. Eine Sternstunde ereignete sich am 22. Mai 2008, als ein Benefizkonzert für den Brunnenbau in Togo – das größte Projekt des Rotary Clubs Völklingen – mit dem Chor der Saarländischen Bachgesellschaft, dem Rotary-Distriktchor und -Orchester sowie verschiedenen Solisten unter der Leitung der Rotarierin Elke Völker stattfand.

Klaus Richter regte im September 2009 an, sich mit dem Thema „Kunst erleben“ auseinanderzusetzen. Dabei sollten Freunde Kunst (im weitesten Sinne), die ihnen eindrücklich geworden ist, vorstellen. Klaus Richter eröffnete den Reigen mit einer Präsentation zum „David“ des Michelangelo Buonarroti, den der Meister in den Jahren 1501 bis 1504 in Florenz schuf. Bald folgte ein „Italienischer Abend“, an dem Elmar Schirra Goethes Italienreise schilderte und Joachim Conrad die „Italienische“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy vorstellte. Hans Volker Grimminger präsentierte schließlich seine asiatische Kampfsportart, eine „Kunst der Bewegung“.

Die rotarische Freundschaft

Zur Pflege der Freundschaft war und ist es wichtig, dass die rotarischen Freunde auch zusammenkommen, um den Kontakt untereinander nicht zu verlieren. Das wird gewährleistet, indem es eine verordnete Präsenzpflicht gibt, die zur Zeit der Gründung des Völklinger Clubs noch bei 60 % der Meetings pro Jahr lag und zu der man mit der Aufnahme in den Club seine Zustimmung gab. Für die Treffen der Vorstände und Ausschüsse wurde eine Zusatzpräsenz eingeführt – schon allein um das dortige Engagement zu würdigen. Das führte zu interessanten Effekten, wobei man bereits 1978 festhielt: Obwohl eine Präsenz über 100 % nicht offiziell gewertet wird, ist eine clubinterne Wertung über 100 % möglich.

Parallel dazu gab es schon 1979 „Negativschlagzeilen“, weil bei acht Freunden […] die Präsenzen z.T. deutlich unter die 60 %-Marke fielen. Dieselben acht – oder waren es am Ende andere? – hatten offensichtlich Beharrungsvermögen, denn rund zehn Jahre später wurde die alte Klage wiederholt: Der Halbjahresbericht weist aus, daß 8 von 39 Mitgliedern im 1. Halbjahr 87/88 nicht die Mindestpräsenz von 60 % erreicht haben. Ein Freund sieht darin ein Alarmzeichen und gibt dem Präsidenten den Rat, diese Freunde ernsthaft zu ermahnen und auch in Briefform auf ihre Pflichten hinzuweisen. Zusätzlich kommt die Anregung, alle 3 Monate die persönliche Präsenz dem Protokoll formlos anzuhängen, damit jeder Einzelne über seine Situation informiert wird. Das Phänomen der Säumigkeit und die Diskussion, wie man das Problem lösen könnte, beschäftigen den Club von der Gründung bis auf den heutigen Tag. Bisweilen führte dies zur Bitte an Einzelne, den Club zu verlassen.

Horst Josef Grimminger

Horst Josef Grimminger

Karl Koch wurde als erster mit den Insignien des Paul Harris Fellow ausgezeichnet.

Karl Koch wurde als erster mit den Insignien des Paul Harris Fellow ausgezeichnet.

Eberhard Krauss

Eberhard Krauss

Präsident Horst Josef Grimminger stellte am 31. August 1977 die Frage, ob auch in unserem Club ein generelles Du anzustreben sei. Und der Club votierte: Präsident und Vorstand sollten diesen Weg zum verstärkten Du erleichtern, den ‚Mut zum Du‘ stärken, wie Eberhard Krauss im Meetingprotokoll festhielt. Ob es zu einem generellen „Du“ kam, lässt sich nicht feststellen, doch ist das „Du“ in Völklingen heute die meistverwendete Form. Um dann aber auch das Clubleben mehr zu fördern, entschied sich der Vorstand 1987 unter der Präsidentschaft von Fritz Geisler, einen Innenausschuss zu gründen. Es wurde eine erfreulich stabile Beteiligung der Freunde am Clubleben konstatiert. Präsident Helmut Hütten ging noch einen Schritt weiter: Eine kleine hilfreiche Geste hierzu wäre – wie ich meine –, wenn wir bei unseren Meetings in der Reihenfolge des Eintreffens auch in der Reihenfolge der Tischplätze Platz nehmen würden, damit ohne Präferenzen jeder neben jedem sitzt, und nicht immer dieselben beieinander hocken. Und damit öft er mehr Freunde mit mehr Freunden sprechen können, schlage ich vor, 6er-Tische zu decken, statt unserer langen Tafeln, wo jedes Gespräch sich nolens volens auf die unmittelbaren Tischnachbarn beschränken muss.

Zu den besonderen Sitten des Club gehörte und gehört das alljährliche Spargelessen. Ausweislich des ersten Halbjahresberichts von 1976 fand das erste Spargelessen in diesem zweiten Jahr seit Bestehen des Clubs am 26. Mai in Kallstadt an der Deutschen Weinstraße statt. Um die rotarische Familie zu stärken, veranstaltete der Wadgasser Unternehmer Karl Koch außerdem regelmäßig Familienfeste für den Club; das erste fand am 29. August 1981 am Étang du Stock statt. Und Gerd Kalbhenn lud zu Sommerabenden nach Karlsbrunn in den Warndt ein. Auch sportlich betätigte sich der Club mit clubinternen Tennisturnieren oder mit der Teilnahme an Angeboten anderer rotarischer Clubs.

Verdienste um den Club bzw. um die rotarische Idee wurden und werden mit der Verleihung des Paul Harris Fellow (PHF) gewürdigt. Das erste Mal erhielt im Völklinger Club der Wadgasser Karl Koch am 18. Mai 1983 die Insignien eines Paul Harris Fellow überreicht. Zusätzlich erhielt Freund Koch eine Urkunde des Clubs mit den Unterschrift en aller Freunde. Fast alle älteren Mitglieder hatten bis zur 30-Jahr-Feier den PHF erhalten; jede weitere Ehrung wurde durch einen Saphir unterstrichen; Gerd Gross bekam sogar Rubine. Emilie Koch, Witwe von Karl Koch, erhielt als erste Frau im Umfeld des Völklinger Clubs am 11. November 1992 den PHF; Elmar Schirra gestaltete diesen so ungewöhnlichen Abend mit „Heiterkeit und Humor“.

Die rotarische Freundschaft hochzuhalten, legte sich der Club im Jahre 2010 in ungewöhnlicher Weise ins Zeug: Seit 18. dem April 2007 gehörte Guido Baehr dem Club an, ein bekannter und geschätzter Bariton am Staatstheater in Saarbrücken. Ihm und seiner Kollegin Stefanie Krahnenfeld wurden die Verträge nicht verlängert – ein eigentlich üblicher Vorgang in der Branche – weswegen sich u.a. der Rotary Club Völklingen in die Riemen legte: Das spontane Engagement vieler Freunde für die Weiterbeschäftigung unseres Freundes Guido Baehr und seiner Kollegin Stefanie Krahnenfeld zeigte, welche Kräfte mobilisiert werden können. Die Unterschriften-Sammelaktion vor dem Staatstheater und im Internet mit all den damit verbundenen organisatorischen und handwerklichen Notwendigkeiten und die zahlreichen sehr spontanen Treffen – vier Wochen Ausnahmezustand und alle zogen an einem Strang. Über Erfolg oder Misserfolg der Aktion soll hier nicht diskutiert werden; 1500 Unterschrift en haben zumindest den Künstlern gezeigt, dass das Publikum sie gerne weiter auf der Bühne des saarländischen Staatstheaters sehen würde.

Die Mitglieder – eine Problemanzeige

Knapp zehn Jahre nach Gründung des Clubs sprach Eberhard Krauss ein heikles Thema im Club an: Die drohende Überalterung. Die Statistik wies aus, dass der Club jährlich im Alter voranschritt, ohne durch die Neuaufnahme Jüngerer die Entwicklung umkehren oder zumindest stoppen zu können. Krauss gab deutlich die Richtung vor: Für mich ergibt sich daraus die Konsequenz, die Mitgliedschaft serweiterung mehr als bisher zu planen. Ich bitte den Mitgliedschaftsausschuss, dem die Freunde [Karl] Reinshagen, [Fritz] Geisler, [Heinrich] Schüssler und [Hermann-Günter] Vey angehören, bis Ende September eine Liste mit maximal 10 Berufsklassen vorzulegen, deren Besetzung der Ausschuss unter Beachtung eines erfolgreichen Wirkens unseres Clubs nach innen und nach außen mittelfristig für vordringlich hält. Für die Besetzung dieser Berufsklassen werden wir uns vor allem nach jüngeren Kandidaten umsehen müssen. Ich möchte nicht mißverstanden werden, ein Unterschreiten einer gewissen Altersgrenze ist für sich gesehen noch kein Qualitätsmerkmal, aber einer Aufbruchstimmung zu neuen Ufern muß jugendliches Handeln folgen. Die Rede blieb nicht ohne Wirkung: Am 19. September 1984 wurde Wolfgang Präuner, am 23. Januar 1985 Horst Rehberger, am 6. Februar 1985 wurden Otto Ackermann sowie Jürgen Echterhoff und am 15. Januar 1986 wurde der Großherzoglich-Luxemburgische Honorarkonsul Michel Obertin in den Club aufgenommen.

Offen aber blieb die sogenannte „Frauenfrage“. Präsident Gerd Gross verlas am 23. Juli 1986 im Meeting eine Stellungnahme des Zentralvorstandes von Rotary International zu einem Rechtsstreit in Kalifornien über die Aufnahme weiblicher Mitglieder in Rotary: Die Verfassung von Rotary International, die vor kurzem vom Gesetzgebenden Rat überarbeitet und bekräftigt wurde, schließt weibliche Mitgliedschaft in Rotary Clubs aus. Kein gültiges Urteil irgendeines Gerichtes macht diese Verfassung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichtig oder unvollstreckbar. Der Präsident sollte irren. Bereits im Mai 1987 musste Vizepräsident Fritz Geisler berichten, dass das höchste US-amerikanische Gericht entschieden hat, daß grundsätzlich Frauen im Rotary Club aufgenommen werden müssen; die Entscheidung hat für Europa zunächst noch keine Auswirkung. Das war der zweite Irrtum. Der Gesetzgebende Rat von Rotary International vollzog die höchstrichterliche Entscheidung nach und teilte im Mai 1989 mit, dass die Mitgliedschaft in einem Rotary Club nicht länger mehr auf Männer beschränkt sein durfte. In seiner Clubversammlung winkte der Rotary Club Völklingen erneut ab.

Unabhängig davon wurde das Ansinnen, auch Frauen in den Club aufzunehmen, über viele Jahre weiter kontrovers diskutiert. Nachdem Rotary International also entschieden hatte, doch Frauen aufzunehmen, erinnerte jeder zweite Governor bei seinem Besuch in Völklingen daran, dass mittelfristig die Aufnahme von Frauen forciert werden sollte. Die Diskussion ging beharrlich weiter; die Argumente Pro und Contra wiederholten sich auf ermüdende Weise. Präsident Wolfram Werner wollte für Ausgleich sorgen und die Harmonie wieder herstellen, als er in seiner Antrittsrede am 4. Juli 1990 formulierte: Da unser Club, worum ich bitten möchte, in diesem laufenden rotarischen Jahr eine neue Orientierung herbeiführen sollte, zitiere ich als Leitgedanken den Text, wie er in dem Protokoll der Distriktversammlung in Mannheim vom 5. Mai formuliert ist: ‚Wir sollten nicht andere Frauen zu uns einladen, sondern die eigenen.‘ In den meisten Clubs nehmen die Frauen sehr aktiv am Clubleben teil. Diese guten Bindungen sollten verstärkt werden. Und Lutz Beyer formulierte am 2. Juli 2004 in seiner Antrittsrede treffend so: Der Aufnahme von Frauen wird sich der Club auf die Dauer nicht entziehen können, doch will der Präsident keine Spannungen durch diese Frage in den Club tragen.

Am 8. November 2006 hielt dann Eberhard Krauss, viele Jahre Vorsitzender des Mitgliedschaftsausschusses, erneut einen richtungsweisenden Vortrag unter der Überschrift „Wie viele Freunde braucht ein Rotary Club?“ Er legte seine Analyse vor, dass zwar in den Jahren 2001 bis 2006 sechzehn Freunde aufgenommen worden waren, dass aber bei Berücksichtigung der Aus- und Übertritte „nettobereinigt“ nur sechs Freunde wirklich hinzugekommen waren. 32 der damals 55 Freunde waren älter als 60 Jahre, das waren 58 %, und da 24 von 55 Mitgliedern präsenzbefreit waren (also 44 %), waren nur wenige übrig, das Clubleben zu gestalten. Im Blick auf die Frauenfrage hielt das Gründungsmitglied fest: Ich persönlich halte dies für eine Generationenfrage, die in unserem Club bei der älteren Generation noch durch die etwas eigenartige Meinung eines unserer Gründungsväter verstärkt wird. Ganz sicher ist in naher Zukunft nicht von einer Aufnahme einer Freundin in unseren Club auszugehen, aber im Laufe des nächsten Jahrzehnts wird auch der Präsident des Rotary Clubs Völklingen ‚Freundinnen und Freunde‘ regelmäßig zum Beginn des Meetings begrüßen.

Stefan Frick, Präsident des Jahres 2007/08, wollte die Entwicklung vorantreiben. 2009 wurde festgehalten: Frd. Stefan Frick ist vom Governor zum Gründungsbeauftragten eines vierten (und gemischten) Clubs in Saarbrücken ernannt worden; Frd. Anton Schönenberger unterstützt ihn darin. Der scheidende Präsident [Joachim Conrad] hat empfohlen, die Patenschaft für diesen Club zu übernehmen. Dem Vorschlag folgte der Völklinger Club. Gegründet wurde der neue Club Saarbrücken-Obere Saar unter dem Gründungspräsidenten Stefan Frick. Mit ihm und Anton Schönenberger verließen daraufh in zwei Freunde den Club in Völklingen.

Am 2. September 2009 fand eine außerordentliche Clubversammlung unter dem Vorsitz von Präsident Hans Volker Grimminger zur Klärung der „Frauenfrage“ statt. Vizepräsident Marc Koch wünschte sich – um Klarheit zu gewinnen – ein Quorum von 75 % in geheimer Abstimmung. Zur Überraschung vieler wurde das Quorum erreicht und die Tür zur Aufnahme von Frauen geöffnet. Drei Freunde, darunter ein Gründungsmitglied, verließen den Club, als die erste Frau zur Aufnahme vorgeschlagen worden war. Dieses Aufnahmeverfahren war noch nicht einmal erfolgreich, vielmehr sollte noch einige Zeit vergehen. Erst am 3. Juli 2013 wurde mit Romana Goette die erste Frau in den Rotary Club Völklingen aufgenommen. Es folgten am 6. August 2014 Nicole Kasparek und am 27. August 2014 Eva Reinhards.

Auch wenn jemand in einem anderen Club beheimatet war und – beruflich oder familiär bedingt – den Club wechseln musste, war ein ordentliches Aufnahmeverfahren nötig. Am 23. Januar 1985 wurde auf dem Wege des Clubwechsels Horst Rehberger in den Club aufgenommen. Er kam vom Rotary Club Karlsruhe-Schloss nach Völklingen. Rehberger, seit 1970 hauptamtlicher Bürgermeister von Karlsruhe, wurde im 3. Kabinett Zeyer 1984 Wirtschaftsminister des Saarlandes und war dann von 1990 bis 1993 Wirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt im Kabinett Gies und im Kabinett Münch und noch einmal von 2002 bis 2006 im 1. Kabinett Böhmer.

Clubjubiläen

Der Club feierte sein einjähriges Bestehen am 23. Oktober 1976. Fortan wurde alle fünf Jahre die Charter gefeiert. Am 8. November 1980 wandte sich der damalige
Präsident Hermann-Günther Vey mit einem ersten Resümee an die Mitglieder des RC Völklingen: Das Clubleben im ersten Halbjahr stand im Zeichen der Bemühungen des Vorstandes die Präsenz anzuheben, […] die Damen der Freunde so oft als möglich an den Clubveranstaltungen zu beteiligen und das Verhältnis zu dem Kontaktclub La Bassée zu intensivieren. Diese Bemühungen sind nicht ohne Erfolg geblieben.

Das zehnjährige Bestehen feierte der Club unter der Präsidentschaft von Eberhard Krauss im Juni 1985 dreitägig. Rolf Oldewage, wie der amtierende Präsident ein Gründungsmitglied, sprach am 14. Juni während der internen Feierstunde im Clublokal über die „Entwicklung des Rotary Clubs Völklingen“. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Claus Dieter Kernig, Universität Trier, zum Th ema „Rotarische und demokratische Wertvorstellungen im Wettbewerb mit zeitgenössischen philosophischen Richtungen“ am 15. Juni in der Aula des Staatlichen Realgymnasiums Völklingen. Im Rahmen dieses Festaktes zeichnete Präsident Eberhard Krauss zusammen mit dem Präsidenten des Clubs La Bassée einen der Initiatoren der Partnerschaft mit dem nordfranzösischen Club, Louis Dumon, mit den Insignien eines Paul Harris Fellow aus. Die Feierlichkeiten schlossen am 16. Juni mit einer Besichtigung des LD-Stahlwerkes in Völklingen. Ein Festausschuss hatte in vier Sitzungen das Jubiläum sorgsam vorbereitet.

Für die 15-jährige Feier der Charter sollte es neben dem Fest auch ein eigenes Charterprojekt geben; diese Sitte wurde fortan festgeschrieben. Unter der Präsidentschaft von Hans Georg Rosenstock ist der Meinungsbildungsprozess für ein sog. Charterprojekt sogar dokumentiert: Für ein größeres Projekt werden von Freund [Elmar] Schirra aus Anlaß der 15-jährigen Charter unseres Clubs vier Vorschläge gemacht, die bereits im Vorstand diskutiert werden: Finanzierung einer Skulptur – der Hüttenmann, eines Lehrers für Alphabetisierungskurse, eines Kleinwagens für den sozialen Hilfsdienst der Caritas [oder] eines Glockenspiels für St. Eligius. Der Club votierte damals für die Anschaff ung eines Kleinwagens für die Caritas-Sozialstation in Völklingen; hier sah die Mehrheit den größeren Handlungsbedarf.

Die Feier der 20-jährigen Charter99 fand am 11. November 1995 im Alten Rathaus in Völklingen statt. Gerd Gross hatte aufgefordert, Erinnerungen aus den Amtsjahren zusammenzustellen, woraus Klaus Loßnitzer als Präsident eine Festschrift machte; ein Festausschuss bereitete die eigentliche Feier vor. Fünf Jahre später, unter der Präsidentschaft von Willi Neutzling, hielt Prof. Dr. Georg Ress den Festvortrag zum Th ema „Menschenrechtsschutz und Europäische Friedensordnung“.

Am 23. April 2005 fand die 30-Jahr-Feier in Haus Gabriel, Riegelsberg, statt; Präsident war Lutz Beyer. Die Festansprache hielt Rolf Oldewage. Die Clubchronik übernahm die Festschrift 102 von 1995 – ungewöhnlicherweise einschließlich des Grußwortes des damaligen Präsidenten Klaus Loßnitzer (1994/95) und des damaligen Govenors Robert Zinser – und schrieb sie um weitere zehn Jahre fort. Jeder Präsident gab Bericht aus seinem Amtsjahr, so dass die Festschrift eine wichtige Quelle für die Geschichte des Clubs ist. Zusammengetragen haben sie Gerd Gross, Elmar Schirra und Heinrich Schüssler. Der mit 27 Jahren damals jüngste deutsche Rotarier Marc Koch sorgte für den Computersatz.

Clubfahrten

Schon sehr früh nach seiner Gründung führte der Club vom 2.-6. November 1983 eine Fahrt in die DDR durch. Als sich der Club im Jahr 1988/89 mit dem deutschen Osten beschäftigte, kam eine zweite Fahrt vom 27. Oktober bis 1. November 1988 zustande, die die Völklinger Rotarier zur Semperoper nach Dresden und auf die Wartburg nach Eisenach führte. Im Laufe der Zeit wurden die Entfernungen größer: 1991 bot der Club eine Studienreise in die Toskana an. Es folgten Studienfahrten nach Rom, Burgund, Paris, Irland, Schottland und Istanbul.

2. bis 6. November 1983 ……………………….. Erste Fahrt in die DDR
27. Oktober bis 1. November 1988 …………. Zweite Fahrt in die DDR
7. bis 11. Oktober 1989 ………………………….. Fahrt nach Südtirol
12. bis 19. Oktober 1990 ……………………….. Erste Studienreise nach Rom
23. bis 28. April 1991 ……………………………. Studienreise in die Toskana
17. bis 18. Oktober 1992 ……………………….. Erste Frankenlandfahrt
13. bis 15. August 1994 …………………………. Zweite Frankenlandfahrt
8. bis 9. September 1995 ………………………. Erste Fahrt ins Elsass
30. März bis 1. April 2001 ……………………. Studienreise nach Burgund
20. bis 21. April 2002 …………………………… Zweite Fahrt ins Elsass
30. September bis 2. Oktober 2005 ………. Fahrt an den Bodensee
10. bis 11. Juni 2006 ……………………………. Fahrt in die Champagne
5. bis 7. Oktober 2007 …………………………. Dritte Frankenlandfahrt
16. bis 20. Oktober 2008 ……………………… Studienreise durch Irland
23. bis 24. Mai 2009 ……………………………. Fahrt nach Paris und Versailles
26. bis 27. September 2009 ………………….. Fahrt nach Luxemburg
8. bis 11. März 2012 ……………………………… Zweite Studienreise nach Rom
22. bis 26. April 2014 …………………………… Studienreise durch Schottland
7. bis 10. April 2015 ……………………………… Studienreise nach Istanbul

Es hat aber offensichtlich mehr Fahrten gegeben; nicht alle sind im Archiv dokumentiert. 1992 heißt es im Jahresbericht: Als besondere Veranstaltung wurde eine mehrtägige Berlin-Fahrt angeboten, der ein gut dokumentierter Einstimmungsvortrag vorausging.

Sinn der Studienreisen war nicht nur die Weitung des Horizontes, sondern vor allem das Zusammenwachsen der rotarischen Familie. In jüngster Vergangenheit nahmen an der Studienreise durch Schottland 33 Personen teil; die jüngsten waren elf, die ältesten 85 Jahre. Zu den genannten Fahrten traten die regelmäßigen Treffen mit dem Kontaktclub la Bassée, sei es dort im Nord-Pas-de-Calais, sei es im belgischen Bouillon oder – wie 2009 – in Paris und Versailles. Darüber wird an anderer Stelle berichtet.

Clubfeiern

Ein zentraler Punkt der Begegnung der rotarischen Familie war und ist die Vorweihnachtsfeier. Die Anfänge waren sehr privat. Ausweislich des 2. Halbjahresberichtes von 1976 traf man sich am 15. Dezember 1976 zu einem weihnachtlichen Abend im Haus Grimminger in Völklingen. Hier war der Ort, den Kindern eine Freude zu machen, aber auch zusammen zu musizieren.

1981 fand die vorweihnachtliche Feier mit dem Streichquartett des Kammerorchesters Werbeln im Parkhotel Gengenbach statt. 1984 wirkte das Bläserquartett Frank Jacobs mit; es engagierte sich aber auch der bereits erwähnte Clubchor unter Wolfgang Uebe, der die Feiern seit dem 17. Dezember 1986 festlich gestaltete, für die Dechant Heinz Steinlein anfangs allein verantwortlich zeichnete und entsprechend die Festansprachen hielt. Am 18. Dezember 1989 setzte der Club einen neuen Akzent – es war ausweislich der Protokolle112 eine Aktion des Jugenddienstes – und organisierte zusätzlich eine Weihnachtsfeier für 180 Spätaussiedler aus Russland, Kirgisien und Kasachstan im Pfarrsaal St. Michael, die der Rotary-Chor ebenfalls unter Leitung von Wolfgang Uebe musikalisch umrahmte.

1991 wechselte der Club in die Pfarrkirche St. Eligius, wo „Musik und Texte zum Advent“ mit Karl Echle (Orgel) und Annette Uebe (Horn) warteten. Unter dem Motto „Im Übrigen, Brüder, freut euch“ gestaltete Karl Echle (Orgel) eine Feier am 16. Dezember 1994 in Haus Sonnenthal in Wallerfangen. Erstmals im Jahre 2000 wurde die Feier in die Kapelle des Michaelskrankenhauses in Völklingen verlegt. Unter dem Thema „Weihnachten ohne Grenzen“ sang ein Quartett unter Leitung von Wolfgang Uebe. Mit Schließung des Michaelskrankenhauses 2005 wechselte die Feier in die evangelische Martinskirche Köllerbach. Unter immer neuen Themen wirkten verschiedene Musikerinnen und Musiker mit.