Parteilokale ab 1935

Parteilokale ab 19352017-12-15T18:06:25+00:00

Anfang März 1935 war die Ortsgruppenleitung der Deutschen Front auf Direktive der Landesleitung in die ehemalige französische Domanialschule in Völklingen untergebracht worden, die als Parteihaus für alle Organisationen der Bewegung vorgesehen war. Allerdings stellte die Bergwerksdirektion der Gemeinde Völklingen das Haus zur Nutzung als Schule zur Verfügung. Da aber die Reichsvermögensverwaltung berechtigt war, über das Gebäude zu verfügen, übergab diese schließlich die Räumlichkeiten zur Einrichtung des Finanzamtes. Über dieses Vorgehen war die Ortsgruppenleitung, die dagegen protestierte, sehr verstimmt, da nunmehr neue Räumlichkeiten gefunden werden mussten. Mitte Juni hatte die NSDAP die Örtlichkeit geräumt und war aufgrund von Raummangel vorerst in Privathäusern behelfsmäßig untergebracht.

Ende Oktober 1935 befand sich die Geschäft sstelle der Partei in der Moltkestraße 36a. Spätestens seit der Stadtwerdung zum 1. April 1937 wurden die Parteizentralen der jeweiligen Ortsgruppenleitungen der NSDAP im Völklinger Stadtbezirk an folgenden Orten untergebracht:

  • Ortsgruppe Völklingen-West: Bismarckstraße 64
  • Ortsgruppe Völklingen-Ost: Viktoriastraße 15
  • Ortsgruppe Obervölklingen: Bahnhofstraße 7
  • Ortsgruppe Fürstenhausen: Grubenschulhaus in Fenne
  • Ortsgruppe Wehrden-Geislautern: Schulstraße

Dort dürften sie auch bis zur zweiten Evakuierung der Stadt Völklingen Anfang Dezember 1944 zu lokalisieren sein. Danach wurde eine Parteidienststelle mit ihrer Notbelegschaft im Rathaus eingerichtet. Zu diesem Zeitpunkt war nur noch ein Ortsgruppenleiter, nämlich Josef Baltes, vor Ort.327 Dieser führte auch eine Volkssturmeinheit an.

Anzeige über die Geschäftsräume der NSDAP-Völklingen im Völklinger Volksfreund vom 26. Oktober 1935.

Anzeige über die Geschäftsräume der NSDAP-Völklingen im Völklinger Volksfreund vom 26. Oktober 1935.

Berichterstattung des Bürgermeisters an den Saarbrücker Landrat vom 11. Mai 1935 (Ausschnitt).

Berichterstattung des Bürgermeisters an den Saarbrücker Landrat vom 11. Mai 1935 (Ausschnitt).